Seit ungefähr zwei Wochen erweitern Erik und Madita ihren Wortschatz explosionsartig. Alles wird wiederholt und sie nennen sich jetzt auch nicht mehr Ekik und Dita, sondern Ekki und ita. Neue Worte und Halbsätze werden uns im Imperativ um die Ohren gehauen. Hier ein paar witzige Episoden:
Erik fand seine Bobby-Car Abdeckung, die wir zugunsten eines Motors (sehr nervig, deshalb nicht empfehlenswert J) ausgebaut hatten. Nun wollte er diese Klappe auch an seinem Auto haben und unterstützte dieses Begehren mit
„ An!“ „ An!“ „ An!“ „ An!“ „ An!“. Ich erwiderte jedes Mal: „Passt nicht, Erik, wir können nicht beides an den Bobby-Car bauen.“ Er sah es aber nicht ein und hielt sich dran. Madita saß neben mir, mit dem Rücken zu Erik. Plötzlich drehte sie nur den Kopf über die Schulter und sagte: „Passt nicht, Ekki, Schluss!“ Dann schaute sie völlig unbeteiligt weiter ihr Bilderbuch an. Erik hat es dann sofort eingesehen und die Klappe weggelegt.
Neulich wurde Andreas von Madita zurechtgewiesen, nachdem er fälschlicherweise die Straßenmalkreide ins Spielhäuschen und nicht wie üblich ins Esszimmer gestellt hat. Völlig entrüstet trat Madita mit dem Eimer heraus und rief Andreas hinterher: „ Das da nicht rein, Papa!
Und weil auch wir vieles mehrmals sagen müssen wiederholte sie: „ Papa, nicht rein, das da!“ „Nicht!“
Morgens wurden wir immer mit „Mama, Maaaama, Papa“ oder auch schon mal mit „Opa, Oma“ gerufen um sie aus dem Bett zu holen. Jetzt ruft Madita: „Mama hoch, alle wach!“ „Madita wach!“ oder: „Beide wach, komm hoch!“
Ich besuchte mit den Kindern meine Eltern und war zum Opa hoch gegangen. Als ich durch den Keller zurückging, brannte in der Garage Licht. Ich dachte, Papa hätte es vergessen auszumachen und ging hin. Im letzten Augenblick sah ich, dass Opa und Erik im Auto in der Garage saßen, Erik hinten im Kindersitz und Opa vorne. Erik hat sich nämlich in Opas Auto verliebt müsst ihr wissen und er muss immer „Opa Autu gucken!“, wenn wir da oder meine Eltern bei uns sind.
Madita guckte mir wieder mal beim Kochen zu und trotz meiner Warnungen kam sie mit den Fingerspitzen an den heißen Topf und sagte daraufhin ganz trocken: „Teiße!“ Wir hatte bei Madita schon mal so was ähnlichen gehört, hatten aber nicht geglaubt, dass damit das Wort gemeint sein könnte –bei der vorbildlichen Erziehung!
Beide Kinder essen Joghurt aus dem Originalbecher (wir hatten ihn sonst immer in ihre Schüsseln umgefüllt). Plötzlich bewegt Erik sich hin und her und vor und zurück. Rührt wie wild in dem Becher, steht auf und setzt sich wieder hin. „Erik was machst du da?“ „Ekki kratzt aus!“
Erik half Papa die Spülmaschine auszuräumen. Eine Plastikschüssel war noch ein bisschen nass. Da sagte er gedankenverloren vor sich hin: „Tuch“, ging zum Handtuchhalter und trocknete, wie er es auch bei uns gesehen hat, die Schüssel ab und räumte sie ohne großes Aufsehen ganz selbstverständlich in den Schrank. Unser großer Junge!









